Beim Nationalen Alterskongress am 22. Januar in Biel stiess der Stand von Pro Audito Schweiz auf grosses Interesse. Besonders der Schwerhörigkeits-Simulator beeindruckte die Stand-Besucher:innen.
Rund 400 Fachpersonen aus dem Bereich «Alter» sind nach Biel gekommen, um sich über die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Perspektiven des Alterns zu informieren und auszutauschen. Viele der Teilnehmer:innen sind sich bereits der hohen Relevanz des Themas Schwerhörigkeit in der Gesundheitsprävention bewusst – Schwerhörigkeit gehört schliesslich zu den Top drei Ursachen von Einschränkungen im Alter – dennoch brachten die fundierten Informationen zum Thema, die Pro Audito liefern konnte, einen konkreten Mehrwert.
Hör-Simulator macht das Problem deutlich
Besonders beindruckte der mitgebrachte «Hör-Simulator». Der Grund: Die Schwerhörigkeits-Simulation zeigt deutlich, dass ein Mensch mit 35% Hörverlust nicht nur keine Vögel mehr singen hört, sondern auch ein laut schreiendes Baby kaum noch wahrnimmt. Das ist deswegen so brisant, weil Senior:innen von der AHV erst ab einem Hörverlust von 35% Unterstützung bei der Hörgeräteversorgung erhalten. Wenn man bedenkt, dass 31% der Grosseltern in der Schweiz Care-Arbeit für die Enkelkinder leisten – und deswegen ein schreiendes Baby sofort hören können sollten – wird deutlich: Die Schwelle von 35% ist zu hoch angesetzt.
Prominente Referentinnen betonen Ressourcen von älteren Personen
Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider und Doris Bianchi, Direktorin beim Bundesamt für Sozialversicherungen, betonten zu Recht in ihren Vorträgen, wie viel ältere Personen im Bereich Freiwilligen- und Care-Arbeit leisten. Pro Audito stimmt dem zu und plädiert: Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass sie das in Zukunft noch besser tun können – gut versorgt mit Hörgeräten.
Vielen Dank an alle Teilnehmer:innen für das rege Interesse, an Julie Gilbert für die Organisation des Messestandes und natürlich an Gastgeberin Pro Senectute für diese wertvolle Veranstaltung!