Alles zum Hörsturz

Plötzliche Stille, ein dumpfer Druck im Ohr: Ein Hörsturz trifft Betroffene meist völlig unvorbereitet und ohne erkennbare äussere Ursache. Doch was genau ist ein Hörsturz, was verursacht ihn – und wie lässt er sich behandeln? Die wichtigsten Fakten im Überblick.

Der Hörsturz ist ein plötzlicher Hörverlust auf einem Ohr ohne erkennbaren äusseren Anlass. Der einseitige Hörverlust kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein – von einer leichten Hörminderung bis hin zum vollständigen Hörverlust. Häufig tritt mit dem Hörsturz ein Tinnitus auf dem betroffenen Ohr auf. Manche empfinden auch ein Druckgefühl auf dem Ohr oder berichten über ein leichtes Schwindelgefühl. Der Hörsturz zählt neben dem altersbedingten und dem lärmbedingten Hörverlust zu den häufigsten Funktionsstörungen des Innenohres.

Was ist die Ursache für einen Hörsturz?

Das ist eine Frage, auf die es zum jetzigen Zeitpunkt keine allgemeingültige Antwort gibt. Früher dachte man, dass der Hörsturz immer ein Infarkt des Innenohrs ist, also eine Durchblutungsstörung als Hauptursache vorliegt. Von dieser Theorie ist die Fachwelt in den letzten Jahren mehr und mehr abgekommen. 

Man geht heute davon aus, dass ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren zu einem plötzlichen Funktionsverlust der Haarzellen im Innenohr führt: Das können zum Beispiel Gefässprobleme, aber auch für die Haarzelle giftige Stoffwechselprodukte oder Entzündungsreaktionen sein. Möglicherweise spielt auch Stress eine Rolle.

Wann und wie wird ein Hörsturz behandelt?

Da es beim Hörsturz in vielen Fällen zu einer spontanen Selbstheilung kommt, sollten Betroffene zunächst einmal gelassen bleiben. Das heisst: Sie müssen nicht unbedingt sofort in ein Spital oder eine Notfallpraxis gehen. Bleiben die Symptome bestehen, sollten sie aber innerhalb von zwei bis spätestens drei Tagen einen Arzt aufsuchen. 

Da die exakte Ursache eines Hörsturzes schwer zu bestimmen ist, beruht die Therapie auf den modellhaften Vorstellungen, die Mediziner von der Entstehung haben. In der Regel kommen entzündungshemmende und durchblutungsfördernde Medikamente zum Einsatz. Das Medikament, das hier hauptsächlich verwendet wird, ist Kortison in unterschiedlichen Darreichungsformen (Tabletten, Infusionen oder direkt in das Mittelohr gespritzt). Manche Ärzte führen nach vergeblicher Kortison-Therapie auch eine Sauerstoffüberdruck-Behandlung durch. 

Haben Sie weitere Fragen zum Hörsturz?

Unsere Neutrale Hörberatung weiss Rat.

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