Bei der Sitzung am 21. Oktober 2026 werden 44 Sitze im Nationalratssaal an Menschen mit Behinderungen vergeben. Das entspricht 22 Prozent, und damit dem Anteil von Menschen mit Behinderungen in der Bevölkerung der Schweiz. Organisiert wird die Session von Pro Infirmis – auf Einladung von Nationalratspräsident Pierre-André Page, und im Rahmen von Forum22, dem Netzwerk für politisch engagierte Menschen mit Behinderungen in der ganzen Schweiz.
Worum geht es bei der Behindertensession?
Im Jahr 2023 hat Pro Infirmis die erste Behindertensession im Schweizer Parlament organisiert. Ziel der Behindertensession ist, die politische Teilhabe von Menschen mit Behinderungen weiter zu stärken und die Forderung nach einer inklusiven Gesellschaft voranzutreiben.
Wie wurden die Parlamentarier:innen bestimmt?
Wer diesmal im Nationalrat dabei sein darf, wurde im Rahmen einer Online-Wahl im Mai 2026 ermittelt. Insgesamt haben sich 200 Personen mit Behinderungen für die Behindertensession als Kandidat:in beworben. Wählen konnte grundsätzlich jede und jeder. Tausende sind dem Aufruf gefolgt und haben an der Abstimmung teilgenommen.
Wer ist dabei?

Die 44 gewählten Parlamentarier:innen stellen sich auf der Website zur Behindertensession im Kurzportrait vor. Damit an der Behindertensession eine Repräsentation verschiedener Gruppen sichergestellt ist, wurde im Wahlverfahren auf eine ausgewogene Repräsentation der Sprachregionen, Geschlechter und Behinderungsarten Rücksicht genommen. Mit Patricia Arn, Tatjana Binggeli und Joel Toggenburger haben drei gewählte Vertreterinnen eine Hörbehinderung angegeben.
Pro Audito gratuliert allen Parlamentarier:innen der Behindertensession 2026 zur Wahl! Als laute Stimme für Inklusion und politische Teilhabe könnt ihr am 21. Oktober viel in Bewegung setzen.